citroen bx - zwischen gs und xantia

Die Linienführung entstammt der Hand von Marcello Gandini (aus dem Hause Bertone), dem zuvor so faszinierende Kreationen wie zum Beispiel der Lamborghini Miura geglückt waren.
Der BX war aus dem ursprünglich für Volvo als Nachfolger des 343 bzw. DAF 77 entwickelten Modell Tundra entstanden und man glaubte damit einen neuen Design-Standard zu setzen.
Als Nachfolger des GS/A führte der BX das Konzept der hydropneumatischen Mittelklasse weiter und war dabei von Erfolg gekrönt wie noch kein Citroën zuvor.
Der Innenraum ähnelte dem Kabinendesign des am Flugzeugmarkt so erfolgreichen europäischen Airbus. Der BX hatte den sportlichen Ein-Arm-Wischer des CX und eine Motorhaube sowie eine Heckklappe aus Kunststoff. Gegenüber dem GS hatte der BX einen wassergekühlten Motor und zum ersten Mal wurde die Hydropneumatik mit den modernen McPherson-Federbeinen kombiniert.
Natürlich durften auch sportliche Varianten nicht fehlen und nachdem 1984 der GT vorgestellt wurde, entwickelte man daraus 1985 (zunächst als Sondermodell) den BX Sport. Außerdem, dachte man über ein allradgetriebenes Wettbewerbsfahrzeug nach mit dem man an der Rallye-Weltmeisterschaft teilnehmen wollte. 1986 war es soweit und der Citroën BX 4TC Evolution erfuhr die Rallye Monte Carlo, nachdem die vorgeschriebene Anzahl von 200 4TC- und 20 4TC Evolution-Modellen hergestellt worden war.
1986 hielten dann auch der selbstrückstellende Blinker und ABS Einzug. Zudem wurden einige Änderungen an Karosserie und Innenraum vorgenommen. So wurde der BX insgesamt geglättet und dem Durchschnittsgeschmack angepasst. Das merkwürdig anmutende kantige Armaturenbrett mit dem Lupentacho und seinen Satelliten (das "Lego-Armaturenbrett") verschwand und wurde durch Rundinstrumente ersetzt. Daneben wurden die vorderen Blinker harmonischer in die Karosserie integriert.
1987 wurden der GTi und - als erstes französisches Serien-Fahrzeug mit 16 Ventilen - der BX 16V eingeführt. Mit 160 PS viel Leistung für einen Wagen der Mittelklasse und gut für 220 km/h.
Äußerlich war er zunächst kaum zu unterscheiden von den herkömmlichen BX GTi-Modellen, was sich 1990 änderte, als dem 16V ein eigenes Spoilerpaket spendiert wurde, welches sich elegant in die BX-Konturen einfügt und diese kraftvoll, aber dezent betont.
Mit 2.316.234 Exemplaren, die bis 1993 gebaut wurden, war der BX ein großer wirtschaftlicher Erfolg für Citroen und trug zur Gesundung der Traditionsmarke wesentlich bei. Offensichtlich war es gelungen mit der eckigen Form und der konventionelleren Technik viele Nicht-Citroenisten für das Auto zu gewinnen. Nachfolger des Citroen BX ist der Xantia.